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5 Gründe, wieso jetzt auch traditionelle Firmen "sharen"

Von Andreas am 25. April 2019
Sharely ist ja schon einige Jahre auf dem Markt und beim Start war die Welt noch eine andere: Sharing war speziell, etwas Neues. Wir können aber beobachten, dass immer mehr traditionelle Firmen ins Sharing einsteigen. Wieso ist das so?

Es war nicht einfach, als wir mit Sharely an den Start gegangen sind. Die grösste Schwierigkeit war es, eine Versicherung zu finden, die unsere Objekte versichert. Wir merken aber, dass die Offenheit traditioneller Firmen, also Firmen, die es schon länger gibt und klassischerweise verkaufen, stark zugenommen hat.

Man sieht zwei Trends:

  • Firmen, die bisher nur verkauft haben, vermieten jetzt auch
  • Es kommen mehr und mehr Firmen auf den Markt, die per se nur vermieten

Wir denken, dass es dafür 5 Gründe gibt:

1. Sharing hat sich etabliert

Als ca. 2014 der Hype um die Sharing Economy am grössten war, konnte man zwar viel Neugierde und Interesse feststellen, aber auch eine grosse Zurückhaltung seitens der "old economy". Mittlerweile herrscht eine normalisierte Sicht aufs Sharing vor – und auch die Chancen und Risiken haben sich geklärt. Jetzt in die Sharing Economy einzusteigen ist weniger risikoreich als vor ein paar Jahren.

2. Sharing als Marketing-Strategie

Mieten ist günstiger als kaufen. Das kann auch genutzt werden, um das Vermieten von Gegenständen als Marketing-Strategie zu verwenden. Das bedeutet, dass plötzlich eine neue Kundschaft angesprochen und gewonnen werden kann. Die Hoffnung dahinter: wer es mietet, kauft es vielleicht (später) auch eher. Hier steht der ökologische Gedanke nicht im Zentrum.

3. Sharing mit gutem Image

Jeder versteht es, es ist (meistens) "convenient" und man spart als Nutzer viel Geld. Sharing eignet sich also, um dem eigenen Unternehmen ein gutes Image zu verleihen. Das Teilen von Gegenständen ist mit einem guten Image verbunden, das merken wir auch immer wieder, wenn wir an Messen teilnehmen. Die meisten Besucher/innen sind von der Idee sehr angetan.

4. Sharing als Lern-Feld

Wir entwickeln uns immer mehr zur On-Demand-Gesellschaft, ganz nach dem Motto: "I want it all and I want it now!" Zudem gibt es immer mehr Leute, welche bewusst auf (zuviel) materiellen Besitz verzichten; für diese Personen sind Miet-Angebote praktisch. Unternehmen steigen also auch immer mehr ins Sharing ein, weil es ein Lernfeld für die Zukunft ist. Man kann davon ausgehen, dass kaum eine Branche davon verschont wird. Sogar IKEA denkt ans Vermieten von Möbeln – das will was heissen.

5. Vielleicht doch, weil es ökologisch ist

Wir haben oben gesehen, dass nicht jedes Sharing gleich ökologisch ist. Eine wichtige Rolle spielt, ob das Vermieten eher Marketing oder doch wesentlicher und ernstgemeinter Teil des Business-Modells ist. Man kann hoffen, dass immer mehr Firmen tatsächlich mehr Wert auf die ökologischen Auswirkungen ihres Tuns legen. Kreislaufwirtschaft, Zero Waste, cradle to cradle usw. sind die nächsten grossen Themen, davon sind wir überzeugt!

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