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Schadet Sharely eigentlich der Wirtschaft?

Von Andreas (Gründer von Sharely) am 02. November 2014
Nicht allzu häufig, aber doch regelmässig werden wir mit der Frage konfrontiert, ob Sharely der Wirtschaft schadet. Schliesslich haben die Händler nichts mehr zu verkaufen, wenn alles geteilt wird… Wie sieht es damit aus?
Nicht allzu häufig, aber doch regelmässig werden wir mit der Frage konfrontiert, ob Sharely der Wirtschaft schadet. Schliesslich haben die Händler nichts mehr zu verkaufen, wenn alles geteilt wird… Wie sieht es damit aus?
Klar ist: mietet beispielsweise jemand einen Hochdruckreiniger für 10.- pro Tag anstatt einen für 250.- zu kaufen, hat er 240.- Franken gespart, zusätzlich hat der Vermieter 10.- verdient. Da ist also Geld vorhanden, das gespart bzw. verdient wurde und nun ausgegeben (oder gespart) werden kann. Das Geld fliesst somit wieder in die Wirtschaft, idealerweise natürlich in einen Bereich, der mit einer tieferen ökologischen Belastung verbunden ist als der Produktion, Verpackung und Logistik eines Hochdruckreinigers. So bewirkt nämlich Mieten und Vermieten einen ökologischen Vorteil.
Sharely macht die Wirtschaft also insgesamt effizienter; mit weniger Ressourcenverbrauch kann eine höhere Lebensqualität erreicht werden. Wer hat schon etwas gegen das analoge Beispiel eines Neuwagenkaufs: ein Autobesitzer ersetzt sein altes Gefährt durch ein neues, das viel weniger Benzin verbraucht. Schadet der tiefere Benzinverbrauch nun der Wirtschaft?
Es findet also lediglich eine Verlagerung statt. Das Geld fliesst bei Sharely nun nicht mehr zu grossen Firmen, sondern in die Tasche von Privatpersonen. Aber diese konsumieren durch das neue Potential (Geld gespart bzw. verdient) natürlich weiter. Wir möchten verhindern, dass Geld in Produkten gebunden ist, welche über die Zeit nur selten gebraucht werden und an Wert verlieren. Das macht einfach keinen Sinn.
Klar ist auch, dass die Produktion von Alltagsgegenständen eine ökologische Belastung verursacht. Wir leben auf viel zu grossem Fuss, gemäss WWF würde man 2.8 Erden benötigen, lebten alle so wie wir hier in der Schweiz. Dass durch das Teilen weniger hergestellt und dadurch auch weniger schädliche Emissionen entstehen, das ist unser Ziel.
Die Transformation der Wirtschaft vom Produkt hin zur Dienstleistung ist in vollem Gang und Sharely ist Teil davon. Sharely schadet der Wirtschaft also nicht, sondern eröffnet neue Möglichkeiten (auch für Firmen) und schont die Umwelt. Denn letztlich lassen sich veränderte Kundenbedürfnisse (Stichwort “Zugang statt Besitz”) nicht aufhalten.
 
1 Kommentar zu "Schadet Sharely eigentlich der Wirtschaft?"
  • Von Chris / Panda-Team am 13.November 2014

    Der Link oben scheint nicht zu funktionieren. Ich erlaube mir deshalb hier noch den Link zu unserem Footprint-Rechner zu ergänzen: https://bit.ly/wwf_footprint_rechner Damit kann man selber seinen persönlichen Footprint ausrechnen und Tipps zur Verbesserung erhalten. Wobei der Rechner für den privaten Einsatz gedacht ist, nicht für Firmen.

    Chris, vielen Dank für die Ergänzung! Das Sharely-Team

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